Akutfall? Keine Angaben zur Sache. Nichts unterschreiben. Direkt anrufen.

24/7: 040 22 8686 600

Strafvorwurf und Fahrerlaubnis gemeinsam verteidigen

Strafverteidiger im Verkehrsstrafrecht

Im Verkehrsstrafrecht laufen häufig zwei Risiken parallel: der strafrechtliche Vorwurf und der Verlust der Fahrerlaubnis. Wer beruflich oder familiär auf das Auto angewiesen ist, braucht deshalb eine Strategie, die Beweise, Fahrerlaubnismaßnahmen und persönliche Folgen von Anfang an verbindet.

Kurzantwort

Was Sie jetzt wissen sollten

Machen Sie nach einer Beschuldigtenbelehrung keine Angaben zum Fahrverhalten, Konsum oder Unfallablauf, bevor die Akte bekannt ist. Sichern Sie Schreiben, Messunterlagen und Zustellungsdaten. Bei vorläufiger Führerscheinentziehung oder Beschlagnahme des Führerscheins ist eine sofortige Prüfung sinnvoll.

Jetzt sofort

Drei Schritte, die Ihre Position schützen.

  1. 01

    Keine spontane Erklärung zu Fahrer, Konsum, Wartezeit oder Wahrnehmung des Unfalls abgeben.

  2. 02

    Führerscheinmaßnahmen, Blutentnahme, Unfallunterlagen und Zeugenangaben dokumentieren.

  3. 03

    Berufliche Abhängigkeit von der Fahrerlaubnis früh mit belastbaren Nachweisen belegen.

Typische Konstellationen

Worauf es in dieser Lage ankommt.

Dieselbe Überschrift im Schreiben kann sehr unterschiedliche Beweis- und Risikolagen verbergen. Deshalb prüfen wir jeden Punkt getrennt.

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Fahrereigenschaft, Unfallbeteiligung, Wahrnehmung, Wartepflicht und nachträgliche Feststellungen sind getrennt zu prüfen. Ein Zettel am Fahrzeug erledigt die gesetzlichen Pflichten nicht automatisch.

Alkohol oder Drogen im Verkehr

Blutwerte allein beantworten nicht jede Frage. Zeitpunkt, Fahrfehler, Ausfallerscheinungen, Nachtrunk, Konsumangaben und die ordnungsgemäße Probenbehandlung können erheblich sein.

Gefährdung des Straßenverkehrs

Neben einem grob verkehrswidrigen oder fahruntüchtigen Verhalten muss eine konkrete Gefahr für Menschen oder bedeutende fremde Sachen nachgewiesen werden.

Fahren ohne Fahrerlaubnis

Fahrer, Halter, Vorsatz, ausländische Fahrerlaubnis, Sperre und konkrete Erlaubnisklasse sind sorgfältig zu unterscheiden. Auch das Zulassen des Fahrens kann strafbar sein.

Verteidigungsstrategie

Beweisführung und Mobilität zusammen denken

Wir prüfen nicht nur die drohende Strafe, sondern auch vorläufige Entziehung, Sperrfrist, Fahrverbot, Versicherung und berufliche Auswirkungen.

Fahrer und Ablauf prüfen

Zeugen, Video, Spuren, Halterdaten und Einlassungen werden darauf geprüft, was sie zur konkreten Fahrereigenschaft und zum Ablauf beweisen.

Mess- und Blutdaten auswerten

Zeitpunkte, Proben, Gutachten und mögliche Rückrechnung werden fachlich und rechtlich eingeordnet.

Fahrerlaubnis verteidigen

Wir greifen vorläufige Maßnahmen an, wenn die Voraussetzungen fehlen, und bereiten Nachweise zur persönlichen Bedeutung der Mobilität vor.

Gesamtfolgen begrenzen

Strafe, Punkte, Versicherung, Arbeitsverhältnis und spätere Neuerteilung werden in eine abgestimmte Lösung einbezogen.

Anwaltliche Einordnung

Der Führerschein kann die wichtigste Folge des Verfahrens sein

Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis sind rechtlich verschieden. Bei der Entziehung erlischt die Fahrerlaubnis; eine neue Erteilung kommt regelmäßig erst nach Ablauf einer Sperrfrist in Betracht.

Frühe, ungeprüfte Angaben zum Unfall oder Konsum können sowohl das Strafverfahren als auch die Fahrerlaubnisakte prägen. Deshalb koordinieren wir beide Ebenen von Beginn an.

Jetzt persönlich sprechen

Sprechen Sie mit uns, bevor Sie reagieren.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir besprechen, welcher Schritt Ihre Position jetzt am besten schützt.

040 22 8686 600

24 Stunden erreichbar · bundesweite Verteidigung

Klare Antworten

Häufige Fragen

Muss ich sagen, wer das Auto gefahren hat?

Als Beschuldigter dürfen Sie zur Sache schweigen. Angaben zur Fahrereigenschaft sollten nicht spontan erfolgen; zunächst ist zu prüfen, welche Beweise unabhängig von Ihrer Aussage existieren.

Ist Fahrerflucht auch bei einem kleinen Parkschaden möglich?

Ja, § 142 StGB setzt nicht generell einen hohen Schaden voraus. Umfang der Warte- und Feststellungspflichten sowie mögliche Privilegierungen hängen vom konkreten Unfall ab.

Was ist der Unterschied zwischen Fahrverbot und Entziehung?

Beim Fahrverbot ruht die Fahrberechtigung für eine bestimmte Zeit. Bei der Entziehung erlischt die Fahrerlaubnis und muss nach der Sperrfrist neu beantragt werden.

Kann der Führerschein schon vor dem Urteil weg sein?

Ja. § 111a StPO erlaubt unter Voraussetzungen eine vorläufige Entziehung. Dagegen kann vor Abschluss des Strafverfahrens vorgegangen werden.

Hilft berufliche Abhängigkeit immer gegen den Entzug?

Nein. Sie ist wichtig, ersetzt aber nicht die Prüfung der gesetzlichen Voraussetzungen. Bei festgestellter Ungeeignetheit gelten andere Maßstäbe als bei einem Fahrverbot.