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BtMG und KCanG – Menge allein erklärt nicht den Fall

Strafverteidiger im Drogen- und Cannabisstrafrecht

Drogenstrafverfahren reichen vom Besitzsvorwurf bis zu komplexen Ermittlungen wegen Handeltreibens, Einfuhr oder organisierter Strukturen. Häufig entscheiden Wirkstoffmenge, Tatbeitrag, digitale Kommunikation und die rechtliche Zuordnung von Fundorten.

Kurzantwort

Was Sie jetzt wissen sollten

Äußern Sie sich nicht zu Herkunft, Eigentum, Abnehmern oder anderen Beteiligten, bevor die Akte bekannt ist. Auch vermeintlich entlastende Erklärungen können Besitzwissen oder Tatbeteiligung bestätigen.

Jetzt sofort

Drei Schritte, die Ihre Position schützen.

  1. 01

    Keine Angaben zu Substanzen, Mengen, Preisen oder Kontakten machen.

  2. 02

    Keine Chats löschen und keine Beteiligten warnen oder kontaktieren.

  3. 03

    Sicherstellungslisten, Durchsuchungsbeschluss und Führerscheinmaßnahmen prüfen lassen.

Typische Konstellationen

Worauf es in dieser Lage ankommt.

Dieselbe Überschrift im Schreiben kann sehr unterschiedliche Beweis- und Risikolagen verbergen. Deshalb prüfen wir jeden Punkt getrennt.

Besitz und Zuordnung

Fundort, Zugriffsbereich, Mitbewohner und tatsächliche Sachherrschaft müssen sauber von bloßer räumlicher Nähe getrennt werden.

Handeltreiben

Der Begriff wird weit ausgelegt. Kommunikation, Geldflüsse, Verpackung und Zeugenaussagen werden auf konkreten Tatbeitrag und Vorsatz geprüft.

Einfuhr und Kurierfälle

Kenntnis von Art und Menge, Beteiligungsrolle und mögliche Abhängigkeiten sind für Schuldspruch und Rechtsfolgen wesentlich.

Fahrerlaubnis

Strafverfahren, Ordnungswidrigkeit und Fahrerlaubnisrecht können parallel laufen. Blutwerte und Konsumangaben haben deshalb Mehrfachwirkung.

Verteidigungsstrategie

Tatnachweis und Rechtsfolgen getrennt analysieren

Neben der Frage, ob eine Tat bewiesen werden kann, entscheiden Stoff, Wirkstoffgehalt, Menge, Rolle und persönliche Situation über den gesetzlichen Rahmen.

Fund und Zugriff prüfen

Wir klären, wo, wie und bei wem Gegenstände gefunden wurden und ob die Zuordnung beweissicher ist.

Digitale Spuren kontextualisieren

Chats, Telefonkontakte und Zahlungen müssen vollständig, zeitlich richtig und ohne vorschnelle Deutung bewertet werden.

Labor und Menge prüfen

Bruttogewicht, Wirkstoffgutachten und nicht geringe Menge dürfen nicht vermischt werden.

Therapie und persönliche Umstände

Abhängigkeit, Behandlung, Aufklärungshilfe und stabile Lebensführung können für Verfahrensziel und Rechtsfolgen relevant sein.

Anwaltliche Einordnung

Neue Cannabisregeln lösen alte Verfahren nicht automatisch

Das Konsumcannabisgesetz hat die Rechtslage verändert, aber nicht jedes Verhalten legalisiert. Alter, Menge, Ort, Weitergabe und grenzüberschreitende Vorgänge bleiben entscheidend.

Wir prüfen deshalb die im Tatzeitraum geltende und die aktuell günstigere Rechtslage sowie mögliche Auswirkungen auf laufende oder abgeschlossene Verfahren.

Jetzt persönlich sprechen

Sprechen Sie mit uns, bevor Sie reagieren.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir besprechen, welcher Schritt Ihre Position jetzt am besten schützt.

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Klare Antworten

Häufige Fragen

Ist Cannabis seit dem KCanG vollständig legal?

Nein. Besitzgrenzen, Anbau, Weitergabe, Schutzbereiche und Minderjährigenschutz bleiben geregelt. Ein konkreter Vorwurf muss nach Tatzeit und Umständen geprüft werden.

Kann eine Aussage andere Personen schützen?

Eine unvorbereitete Aussage kann Sie selbst belasten und ist selten kontrollierbar. Aussagen zu Beteiligten oder Herkunft gehören in eine abgestimmte Gesamtstrategie.

Was bedeutet nicht geringe Menge?

Sie bezieht sich regelmäßig auf die Wirkstoffmenge, nicht allein das Bruttogewicht. Grenzwerte unterscheiden sich nach Stoff und Rechtsprechung.