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Daten sind Beweise – aber nicht automatisch Wahrheit

Strafverteidigung bei Cybercrime und digitalen Beweisen

Chats, Smartphones, IP-Adressen, Cloud-Accounts und Zahlungsdaten spielen heute in fast jedem größeren Strafverfahren eine Rolle. Ihre technische Existenz beantwortet jedoch noch nicht, wer gehandelt hat, was gemeint war und ob die Auswertung vollständig ist.

Kurzantwort

Was Sie jetzt wissen sollten

Verändern oder löschen Sie keine Daten und geben Sie Zugangsdaten nicht vorschnell freiwillig heraus. Wir prüfen Sicherungskette, Nutzerzuordnung, Zeitstempel, Vollständigkeit, technische Fehler und den Kontext digitaler Kommunikation.

Jetzt sofort

Drei Schritte, die Ihre Position schützen.

  1. 01

    Geräte und Accounts nicht zurücksetzen; keine Fernlöschung veranlassen.

  2. 02

    Passwörter, Zwei-Faktor-Codes und Cloud-Zugänge nicht unkoordiniert herausgeben.

  3. 03

    Durchsuchungs- und Sicherstellungsunterlagen sowie betroffene Accounts dokumentieren.

Typische Konstellationen

Worauf es in dieser Lage ankommt.

Dieselbe Überschrift im Schreiben kann sehr unterschiedliche Beweis- und Risikolagen verbergen. Deshalb prüfen wir jeden Punkt getrennt.

Chat- und Messenger-Auswertung

Einzelausschnitte können Ironie, Rollen, Zeitbezug und Gesprächsverlauf verzerren. Vollständiger Export und Metadaten sind entscheidend.

Account-Zuordnung

IP-Adresse, Gerät oder Nutzername beweisen nicht ohne Weiteres die konkrete handelnde Person. Zugriffsmöglichkeiten und Mehrfachnutzung sind zu prüfen.

Kryptowährungen und Zahlungswege

Blockchain-Daten sind öffentlich, ihre persönliche Zuordnung verlangt aber zusätzliche Anknüpfungstatsachen und eine korrekte Clusteranalyse.

IT-forensische Sicherung

Hashwerte, Sicherungsweg, Suchparameter und eingesetzte Software beeinflussen Nachvollziehbarkeit und Beweiswert.

Verteidigungsstrategie

Technik, Inhalt und rechtliche Zurechnung getrennt prüfen

Digitale Beweise wirken objektiv. Gerade deshalb müssen Datenerhebung, Verarbeitung und Interpretation nachvollziehbar hinterfragt werden.

Datenquelle bestimmen

Wir klären, ob Daten vom Gerät, aus einer Cloud, von Plattformbetreibern oder aus fremden Verfahren stammen.

Integrität prüfen

Vollständigkeit, Zeitstempel, Konvertierung und dokumentierte Sicherungskette werden auf Fehler und Lücken untersucht.

Nutzerbezug analysieren

Geräteinhaber, tatsächlicher Zugriff, gemeinsame Accounts und alternative Nutzer werden beweisbezogen bewertet.

Bedeutung einordnen

Sprache, Insiderbegriffe, automatisierte Inhalte und Gesprächskontext müssen vom bloßen technischen Treffer getrennt werden.

Anwaltliche Einordnung

Forensik verständlich in das Strafverfahren übersetzen

Technische Gutachten sind nur hilfreich, wenn ihre Annahmen, Methoden und Grenzen nachvollziehbar werden. Wir arbeiten bei Bedarf mit geeigneten Sachverständigen zusammen.

Ziel ist keine abstrakte Technikdebatte, sondern die konkrete Frage, was ein Datensatz für Tat, Vorsatz und Beteiligung tatsächlich beweist.

Jetzt persönlich sprechen

Sprechen Sie mit uns, bevor Sie reagieren.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir besprechen, welcher Schritt Ihre Position jetzt am besten schützt.

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Klare Antworten

Häufige Fragen

Beweist eine IP-Adresse, wer gehandelt hat?

Sie kann einen Anschluss oder Zugangspunkt zuordnen, aber nicht automatisch die konkrete Person. Zeitpunkt, Providerdaten, Netzwerk und Nutzerkreis müssen zusammen betrachtet werden.

Sind gelöschte Chats wirklich weg?

Nicht zwingend. Kopien können auf anderen Geräten, Backups oder Servern bestehen. Eigenmächtiges Löschen kann zudem die Verteidigung erschweren.

Kann ich ein eigenes IT-Gutachten beauftragen?

Ja, wenn technische Streitfragen erheblich sind. Ob eine private Begutachtung, ein Beweisantrag oder gezielte Aktenprüfung sinnvoller ist, hängt vom Verfahren ab.