Durchsuchung der Wohnung
Wir prüfen, ob die bezeichnete Person, der Tatvorwurf und die gesuchten Gegenstände den Zugriff auf alle betretenen Räume tragen. Private Bereiche anderer Bewohner können gesonderte Fragen aufwerfen.
Akutfall? Keine Angaben zur Sache. Nichts unterschreiben. Direkt anrufen.
24/7: 040 22 8686 600Akutfall Hausdurchsuchung
Eine Durchsuchung von Wohnung oder Geschäftsräumen schafft in Minuten eine unübersichtliche Lage. Sie müssen die Maßnahme dulden, wenn sie wirksam angeordnet und vollzogen wird – aber Sie müssen die Ermittler nicht durch Erklärungen oder freiwillige Herausgaben bei der Beweisgewinnung unterstützen.
Leisten Sie keinen Widerstand, machen Sie keine Angaben zur Sache und rufen Sie sofort einen Strafverteidiger an. Lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss zeigen, notieren Sie beteiligte Behörden und widersprechen Sie der freiwilligen Sicherstellung, ohne die Maßnahme körperlich zu behindern.
Jetzt sofort
Direkt anrufen, Schweigen erklären und Mitarbeitende oder Angehörige ebenfalls zum Schweigen anhalten.
Beschluss lesen: gesuchte Beweismittel, Tatvorwurf, Räume, Person und Datum kontrollieren.
Sicherstellungen dokumentieren, Verzeichnis verlangen und keine Zugangsdaten freiwillig nennen.
Typische Konstellationen
Dieselbe Überschrift im Schreiben kann sehr unterschiedliche Beweis- und Risikolagen verbergen. Deshalb prüfen wir jeden Punkt getrennt.
Wir prüfen, ob die bezeichnete Person, der Tatvorwurf und die gesuchten Gegenstände den Zugriff auf alle betretenen Räume tragen. Private Bereiche anderer Bewohner können gesonderte Fragen aufwerfen.
Empfang, IT, Leitung und Mitarbeitende brauchen klare Rollen: begleiten, dokumentieren, keine Sachauskünfte improvisieren und privilegierte Unterlagen sofort kennzeichnen.
Die Mitnahme eines Geräts und die spätere Datenauswertung sind zu unterscheiden. Umfang, Suchbegriffe, Nutzerkonten, Spiegelung und Schutz nicht betroffener Daten gehören in die Prüfung.
Bei behaupteter Gefahr im Verzug ist genau zu dokumentieren, wer die Maßnahme aus welchem Grund angeordnet hat. Die Rechtmäßigkeit wird anschließend anhand der Akte und des tatsächlichen Ablaufs geprüft.
Verteidigungsstrategie
Während der Durchsuchung steht die Schadensbegrenzung im Vordergrund. Danach werden Anordnung, Vollzug, Sicherstellungen und Verwertung getrennt bewertet.
Wir sprechen mit Einsatzleitung und Mandant, klären den Beschluss und setzen einen kontrollierten Ablauf durch, soweit die Situation es zulässt.
Durchsuchte Räume, Geräte, Unterlagen, Fragen und freiwillig verlangte Mitwirkung werden nachvollziehbar dokumentiert.
Beweisbedeutung, Verhältnismäßigkeit, Durchsicht, Rückgabe und gerichtliche Entscheidung werden für jeden Gegenstand bewertet.
Rechtsbehelfe werden so gewählt, dass sie die spätere Einlassungs- und Beweisstrategie nicht unbedacht vorwegnehmen.
Anwaltliche Einordnung
Ein ruhiger Ablauf schützt Sie besser als Streit vor Ort. Zugleich sollten Sie klar zwischen der Duldung einer Maßnahme und freiwilliger Mitwirkung unterscheiden. Aussagen, Suchhilfen und Passwörter können weit über den Beschluss hinaus Bedeutung erlangen.
Auch eine rechtswidrige Durchsuchung führt nicht automatisch dazu, dass jedes Beweismittel unverwertbar ist. Deshalb braucht es eine konkrete Prüfung von Anordnung, Durchführung und Bedeutung für das Gesamtverfahren.
Jetzt persönlich sprechen
Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir besprechen, welcher Schritt Ihre Position jetzt am besten schützt.
24 Stunden erreichbar · bundesweite Verteidigung
Klare Antworten
Regelmäßig ja, solange Sie die Maßnahme nicht behindern. Bitten Sie ruhig darum, den Verteidiger zu verständigen, und warten Sie mit Sachangaben nicht auf dessen Eintreffen.
Ein allgemeiner Anspruch, den Beginn bis zum Eintreffen des Verteidigers aufzuschieben, besteht nicht. Der sofortige Telefonkontakt kann dennoch helfen, Ablauf und Rechte zu sichern.
Geben Sie PIN, Passwort oder biometrische Freigabe nicht vorschnell freiwillig preis. Welche Maßnahmen zulässig sind, muss anhand der konkreten Rechtsgrundlage geprüft werden.
Sie dürfen sachlich erklären, dass Sie einer freiwilligen Sicherstellung nicht zustimmen, ohne körperlichen Widerstand zu leisten. Lassen Sie Widerspruch und Gegenstände dokumentieren.
Beschluss, Sicherstellungs- oder Beschlagnahmeverzeichnis, Visitenkarten, Fotos eigener Schäden und eine zeitnahe Gedächtnisnotiz zum Ablauf sind für die weitere Prüfung wichtig.